Zebrafell befasst sich mit dem Wetter am Ammersee. Es ist die Informationsseite für Segler, Kiter und alle die sich für das Wetter auf den Ammersee interessieren. Die wichtigsten Wetterdaten wie Temperaturen, Wind, Luftdruck und andere Werte werden von der Wetterstation in Herrsching erfasst. Eigene und verfügbare webcams von Herrsching, Fischen, Diessen, Inning, Breitbrunn, Eching, werden anegzeigt. In Windmails kann man sich Mail je nach Windstärke oder Sturmwarnung schicken lassen.

Aktuelle Pegel um den Ammersee

Quelle aller Daten: Hochwassernachrichtendienst

Hochwasser Vergleich von 2005, 2013 und 2019

2019 2013 2005
max. Pegel an der Ammer in Weilheim 21.5.-09:00 351cm 2.6.-22:00 385cm 23.8.-18:00 478cm
Seepegel am Zeitpunkt des max. Pegels der Ammer 21.5.-09:00 533,18mNN 2.6.-22:00 533,76mNN 23.8.-18:00 ca.533,60mNN
max. Seepegel 22.5.-22:00 533,67mNN 4.6.-08:00 534,22mNN 25.8.-03:00 534,14mNN
Zeit zwischen max. Pegel Ammer und max.Pegel am See 37h 34h 33h
Zunahme des Pegels am See in dieser Zeit 49cm 46cm 54cm
relative Zunahme Seepegel gegenüber Beginn Hochwasser +0,87m +1,14m +1,07m
max. Hochwasserhöhe über mittlere Höhe(533,01mNN) +0,66m +1,21m +1,13m
Niederschläge bis zum max.Pegel am See 77mm 120mm 88mm
Zeit zwischen Pegelmax und Normalstand am See ? Wochen 7 Wochen 5,5 Wochen

2019

Das Hochwasser von 2019 war nicht so auffällig, da der See Niedrigwasser hatte. Dadurch führte die Pegelzunahme zu keinen Überschwemmungen. Die Faustregel +50cm bei 34h vom Pegelmax der Ammer, passte ganz gut!
Der Rückgang des Hochwasser 54cm auf Normalpegel 533,01üNN brauchte 5 Wochen.

2013

Die Fotos kommen vom 6.6.2013 aus Herrsching.
Es hat 2013 sechs Wochen gedauert, bis der Seepegel wieder auf mittlerer Pegel zurückgegangen war.
Nach den Pegelständen der Ammer sollte es eigentlich nicht so schlimm kommen (Höchststand 2.6.2013-22:00). Trotzdem hat der See den Pegel von 2005 überschritten. Die Seehöhe vor dem Hochwasser war bereits 16cm höher als 2005. Die Erklärung dafür sind die vorhergehenden höheren Niederschläge als 2005.
Interessant ist der Wasser-Abfluss vom See:
Die Berechnung ist ein Versuch die Veränderung des Seepegels vorherzusagen. Eigentlich ist es einfach: Zufluss minus Abfluss! Der Hochwassernachrichtendienst stellt die Werte zur Verfügung. Aber die Addition der Zuflüße ist nicht so einfach. Die Ammer wird in Weilheim gemessen, also muss das Wasser erst zum Ammersee fließen bevor es sich dort im Seepegel auswirkt. Die anderen Zuflüße werden nur alle 12h gemessen. Außerdem kommt der Niederschlag noch hinzu. Die Werte beinhalten noch Messfehler (beispielsweise Seehöhe bei Wellengang).
Formel 1:Saldo=Zufluss(Ammer 24h zuvor, Rott, Windach, Kienbach)-Abfluss(Amper)[m3/s]
Formel 2:Saldo=Zufluss(Ammer, Rott, Windach, Kienbach)-Abfluss(Amper)[m3/s]
berechnete Pegelveränderung für die kommenden 24h=
= (Zufluss-Saldo[m3/s]*3600[s/h]*24[Tag/h]/ Seefläche4660000[m2]/100[cm/m]) + Regen vor48h[cm] + Regen kommende 24h[cm]
Formel2 trifft es fast besser - das ist eigentlich unlogisch, da der Zufluss der Ammer in Weilheim gemessen wird und erst 30h später am Ammersee eintrifft.

2005

Die folgenden Fotos kommen vom 26.8.2005 aus Herrsching.
Das größte Hochwasser, dass datenmäßig zur Verfügung steht, war am 25.8.2005. Damals wurde ein Wasserstand: 534,14 m ü. NN (also 1,13m über Mittlerer Seespiegel) gemessen.
Der größte Zulauf zum Ammersee ist die Ammer. Der Pegel hatte den Scheitelpunkt am 23.8.2005 um 18:00 erreicht. Der Ammersee reagiert durch die Laufzeit verzögert. Der Ammersee staut sich auf, da der Ablauf der Amper geringer als der Zulauf durch die Ammer ist.
Der höchste Pegel am See wurde am 25.8.2005 um 3:00 erreicht, also 33 Stunden nach dem höchsten Pegel bei der Ammer in Weilheim. in diesen 33 Stunden stieg der Pegel des Sees noch um etwa 54cm an. Übrigens hat es 2005 drei Wochen gedauert, bis der Seepegel wieder auf mittlerer Pegel zurückgegangen war.
Nach dem 23.8.2005 12:00 hatte sich das Wetter beruhigt und die Niederschläge endeten.